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Eine Schmerztherapie wird somit zu einer Therapie an den Muskeln, um die natürliche Beweglichkeit
wiederherzustellen und das Zusammenspiel der verschiedenen Muskelgruppen wieder zu synchronisieren.
Nach Walter Packi funktioniert diese Therapie nicht nur bei naheliegenden Schmerzcharakteristiken wie Hexenschuss und Knieschmerzen, sondern auch insbesondere bei Migräne bzw. Schmerzproblemen jeglicher Art wie u.a. der Fibromyalgie. Diagnostisch auszuschliessen sind vorab Infektionen und Erkrankungen, die Einfluss auf das Muskelgewebe und die Bewegungs- koordination haben, wie beispielsweise Borreliose, echtes Rheuma oder Multiple Sklerose.
In der Praxis beginnt die Therapie mit einer ausführlichen Anamnese,
bei der die gestörten Muskeln identifiziert werden. Durch geeignete
Maßnahmen wird in diese Muskelgruppen ein Reiz (Physiotherapie, manuelle
Therapie, 1% Scandicain-Injektionen) gesetzt, der einen Selbstregulationsvorgang
im Körper auslöst. Der Körper baut sich hierdurch dann beispielsweise
innerhalb weniger Tage so um, dass die harmonische Beweglichkeit wieder
hergestellt wird.
Im Einzelfall kann die Therapie über Wochen hinweg sehr langwierig sein, wenn der therapeutische Zugang zu den entsprechenden
Muskeln anatomisch schwierig ist oder die Muskulatur über Jahre extrem einseitig trainiert wurde (Sportler/Bodybuilder).
Ausgangspunkt der Behandlung ist jedoch immer das Setzen eines Schwellenreizes, der den Körper selbst zum
Umbauprozess antreibt.
Man könnte es auch mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ umschreiben, ein behandelter Patient wird durch das entwickelte
Körperbewusstsein in der Regel für immer in die Lage versetzt, seine eventuell auftretenden Schmerzen mit wenigen
Übungen selbst wegzutherapieren.
Das Setzen eines entsprechenden Reizes bedeutet für den Patienten anfangs häufig eine extreme Konfrontation mit dem
Schmerz. Durch physiotherapeutisch begleitete Körperübungen bewegt man sich in den Maximalschmerz hinein
und versucht dann die entsprechende Muskelkette in ihrer Maximallänge durch Anspannung gegen einen äusseren
Widerstand (Therapeut) zu überreizen.
    
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