|
 |
Obwohl die Physiotherapie als der Schlüssel zur Schmerzfreiheit gesehen werden kann, wird sie in der Praxis leider
häufig falsch angewendet. Folgt man den neuesten biokinematischen Erkenntnissen, so kann die Physiotherapie in der bislang praktizierten Form
meist nicht besonders sinnvoll sein:
Sofern die Schmerzursache und der Ort des Schmerzes voneinander getrennt und in unterschiedlichen Muskeln anzutreffen
sind, ist eine Therapie am Schmerzort falsch!
Jeder Versuch der Manipulation an dieser Stelle, sei es durch Krankengymnastik oder manuelle Therapie, wird eher
Zufallsreaktionen des Körpers auslösen als im tatsächlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zu arbeiten.
Die Übungen in der Krankengymnastik sind oftmals weder dazu geeignet, die Muskulatur wieder auf Länge und Beweglichkeit
zu trainieren, noch entsprechend auf der Gesamtlänge zu kräftigen. Aussagen wie „Ihre Muskeln sind wie Pudding“ beziehen
sich ebenfalls auf ein Missverständnis einer optimalen Muskulatur, die in Ruhe immer weich sein sollte.
Koordinationstraining sollte ein Training auf der gesamten, vollumfänglichen Bewegungsbahn sein und sich nicht auf die
Wahrnehmung einer vergleichsweise kleinen Bewegung konzentrieren. Besondere Beachtung verdienen hierbei die
Muskelketten, die den Körper von oben bis unten durchlaufen.
Chiropraktik greift zu kurz, denn hier wird in der Regel am Ende der Wirkungskette – z.B. im verschobenen Wirbel – angegriffen, anstatt
dauerhaft den Grund für die Verschiebung der Wirbelkörper zueinander durch entsprechende zugentlastende Muskeltherapie
zu beseitigen. Es ist im übrigen bekannt, dass die Chiropraktik insbesondere bei alten Menschen nicht ganz ungefährlich ist.
Eine Muskeltherapie dagegen ist sanfter und kann dementsprechend bis ins hohe Alter risikolos durchgeführt werden.
 
|
 |
|
|