Praxis für ganzheitliche Heilkunde - Dirk Ohlsen Heilpraktiker München        


   
   
   
   

   
   
   

   




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Druckversion Schmerztherapie


Insbesondere bei Schmerzen im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule wird häufig eine Kräftigung der Muskulatur empfohlen. In speziellen Studios wird dies als „Medizinische Kräftigungstherapie“ angeboten und von Krankenkassen teilweise erstattet. Nach Walter Packis Thesen ist jedoch nicht mangelnde Kraft ursächlich für das Entstehen von Schmerzen. Dies erscheint logisch betrachtet man kleine Kinder/Jugendliche die in der Regel wenig Kraft, aber keine Schmerzen haben. Chronische Schmerzen entstehen meist erst nach einigen Jahren einseitiger Tätigkeiten, wie z.B. dem Büroschreibtischalltag.

Hinzu kommt, dass in den Rückenschulen und Fitnessstudios häufig die Rückenmuskulatur gekräftigt werden soll. Diese ist jedoch bei hauptsächlich sitzender Tätigkeit relativ stark und entsprechend weitumfassend beweglich, da sie den Oberkörper/ Kopf permanent in einer Vorneigung halten muss.
Der Rücken ist somit in der Praxis oft der besttrainierte Teil des Menschen und nicht gestört.

Die Bauchmuskulatur wird meist zusätzlich trainiert, in einer Position (sit ups), die dem Sitzen am Schreibtisch stark ähnelt. Die ohnehin verkürzte Bauchmuskulatur – im Sitzen bei ca. 1/3 ihrer Maximallänge - wird durch das Krafttraining weiter fehltrainiert und niemals auf der gesamten Muskellänge belastet.

Sollte man zusätzlich nachts noch mit angezogenen Beinen schlafen, hat man seinen Körper „erfolgreich“ auf permanent Sitzen konditioniert. Probleme beim Aufrichten als Folge sind dann nicht weiter verwunderlich (Hexenschuss/Ischialgie).

Im Nackenbereich gilt dies analog: Das Training an Geräten führt in der Regel zur weiteren Verkürzung und Verhärtung der Muskeln. Die Beobachtung von "Extrem-Bodybuildern" zeigt die hierdurch verursachten Bewegungseinschränkungen im Alltag recht deutlich.

Das unangenehme Überspringen von Sehnen (z.B. am Ellenbogen) tritt beim Gerätetraining häufig auf und wird fälschlicherweise als normal betrachtet.

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(c) Dirk Ohlsen