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Als Konsequenz dieser Diagnose wurde eine konservative Therapie mit 3 x wöchentlicher, klassischer Krankengymnastik empfohlen. Auch diese Maßnahme, verbunden mit Akupunktur, führte zu keinerlei Linderung.
Parallel konsultierte ich Neurologen und andere Orthopäden, um das Ausmaß der Krankheit besser abschätzen zu können. Sie waren alle mehr oder weniger mit Ihrem Latein am Ende und bereiteten mich mental auf eine unumgängliche Operation vor. Leistungssport könnte ich – so die Aussage eines Professors für Neurologie in München - in Zukunft vergessen und beim Schuhe anziehen müsste ich mich zukünftig immer hinsetzen !
Auf der Suche nach Behandlungsalternativen stieß ich auf die medizinische Kräftigungstherapie (MKT, Kieser), die ich nach Rücksprache mit meinem Orthopäden erprobte:
Die dort vertretende These, dass nur ein schwacher Rücken Schmerzen macht, war anfangs einleuchtend, aber für mich als sportlich relativ gut trainierten Menschen grundsätzlich fraglich. Im Fitness-Studio angekommen, wurde ich von dem hauseigenen Orthopäden untersucht. Er war sehr zuversichtlich, dass ich nach Abschluss des Trainings wieder topfit und schmerzfrei sein würde.
Meine Kraft in der wirbelsäulennahen, autochtonen Muskulatur erhöhte sich in Verlauf der insgesamt 18 Sitzungen um ca. 50-80 %, ohne jedoch eine Schmerzreduktion zu bewirken. Ich wurde darauf hingewiesen, dass die Rückenmuskulatur im Vergleich zu anderen Patienten noch immer zu schwach sei und ich weiter trainieren müsste. Zweifel kamen in mir hoch, umso mehr als ich von einer anderen Therapeutin erfuhr, dass erst ein Patient in den letzten Jahren bei der Hauptübung noch mehr Gewicht nach hinten drücken konnte als ich! Auf meine Rückfrage beim dortigen Orthopäden wurde mir mitgeteilt, dass eine Operation wohl nun doch unausweichlich wäre. Aussagegemäß hatte er sich selbst diesbezüglich schon zweimal operieren lassen.
Jeder Betroffene sollte sich hierzu selbst eine Meinung bilden.
Mein Vertrauen war nach all den vergeblichen Versuchen erschüttert. Ich begab mich – trotz der Empfehlung von mittlerweile vier Orthopäden und zwei Neurologen für eine Operation - weiter auf die Suche nach einer Therapie, die nichtoperativ zur vollständigen Genesung führen sollte.
    
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