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Rückneigeübung (= Hauptübung bei Kreuzschmerzen
/ Ischialgien)
Wenn im Rücken ein Abbrechgefühl, Stauchungsgefühl oder Schmerz wahrgenommen wird, zeigt dies an, dass Sie es richtig gemacht haben. Keine Angst, es ist bei dieser Bewegung noch niemand auseinandergebrochen. Diese Übung jeweils nur wenige Sekunden, dafür häufiger am Tag durchführen.
Wenn Sie beim Rückneigen zu starke Schmerzen verspüren, dann können Sie anfangs die Situation erleichtern, indem Sie sich mit dem Kreuzbein irgendwo anlehnen und sozusagen mit halber Kraft üben. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass Sie sich versehentlich dehnen, statt die Muskelketten zu aktivieren. Dehnen (Stretching) ist keine Muskeltechnik und vergrößert die Schwierigkeiten.
Deshalb sollten Sie sich von einer Assistenzperson von vorne auf das Brustbein drücken lassen und
sozusagen immer gegen diesen Druck Ihre gesamte Muskelkette anspannen. (Bild)
Für die Schmerzfreiheit ist ein Rückneigewinkel von mindestens 45 Grad (Winkel zwischen Oberschenkelachse und Wirbelsäulenachse) notwendig. Insgesamt sollten Sie ebensoweit rückwärtsneigen können, wie Sie nach vorne mit gerader Wirbelsäule bücken können (siehe nächste Übungen). Erste Erfolge/Schmerzlinderung sind nach 4-6 Tagen zu erwarten.
Wenn diese Übung wegen allzu großer Schmerzen nicht durchgeführt werden kann, dann muss die verantwortliche Muskelgruppe vorweg therapeutisch direkt therapiert werden, damit die eigene Übungsfähigkeit zustande kommt.
Warnung:
Diese Rückneigebewegung wird in der klassischen Physiotherapie/Orthopädie
üblicherweise verboten. Damit bleibt man dann jedoch Dauerpatient.
Wer weniger als 45 Grad rückneigen kann, muss mit Kreuzschmerzen
rechnen. 70 Grad Rückneigung wären erstrebenswertes Ziel
und der natürlich gegebene Bewegungsspielraum.
  
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